Welche Faktoren beeinflussen die Ladezeit eines E-Autos?
Die tatsächliche Ladedauer wird von mehreren technischen Faktoren bestimmt:
1. Akkukapazität des Fahrzeugs
Die Batteriekapazität wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben und bestimmt, wie viel Energie gespeichert werden kann.
Grundsätzlich gilt: Je größer die Batterie, desto länger dauert eine vollständige Ladung. Gleichzeitig ermöglichen größere Akkus meist höhere Reichweiten, sodass seltener geladen werden muss.
2. Ladeleistung der Ladestation
Neben dem Fahrzeug spielt auch die Ladeinfrastruktur eine entscheidende Rolle.
Öffentliche AC-Ladestationen arbeiten in der Regel mit Leistungen von bis zu 22 kW. Moderne DC-Schnellladestationen können dagegen Ladeleistungen von bis zu 400 kW bereitstellen.
Allerdings bedeutet eine hohe Leistung der Ladesäule nicht automatisch, dass das Fahrzeug diese vollständig nutzen kann.
3. Maximale Ladeleistung des Fahrzeugs
Jedes Elektroauto verfügt über eine technisch festgelegte maximale Ladeleistung.
Kann ein Fahrzeug beispielsweise maximal 100 kW aufnehmen, bleibt die Ladeleistung auch an einer 400-kW-Schnellladesäule auf diesen Wert begrenzt.
Entscheidend ist daher immer der niedrigere Wert aus Fahrzeug- und Ladeleistung.
Gut zu wissen: Die durchschnittliche Ladeleistung von Elektroautos gibt WLTP für 2024 mit 156 kW an. Das entspräche an einer Schnellladestation einer Ladedauer von rund 20 bis 30 Minuten, um den Akku von 20 auf 80 Prozent aufzuladen.