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23.04.2020 | 8 Minuten

Vom Fahrtenbuch bis zur Pannenhilfe: Die besten Apps für E-Autofahrer


Apps zeigen die nächstgelegene Ladesäule an, steuern Fahrzeugfunktionen oder helfen bei Pannen. Wir zeigen Ihnen die fünf wichtigsten Helfer, mit denen jede Flotte rund läuft.

Sie machen den Alltag leichter und unkomplizierter: Apps. Auch E-Autofahrern steht eine beachtliche Auswahl an smarten Helfern zur Verfügung. Diese finden die passende Ladesäule, wickeln den Bezahlvorgang ab oder führen ein Fahrtenbuch. Wir zeigen Ihnen die besten Apps für Elektroautofahrer.

1. Ladesäulen finden: Vattenfall InCharge App und Plugsurfing

Die „Vattenfall InCharge App“ findet automatisch Ladestationen für Elektroautos von Vattenfall und Partnern und checkt deren Verfügbarkeit. Damit bietet sie einen europaweiten Zugang zum Vattenfall Ladenetzwerk für Elektroautos, das über 60.000 Ladepunkte umfasst. Filtern Sie nach Verfügbarkeit und Leistung, um kompatible Ladesäulen zu finden. Überprüfen Sie Ihre getätigten Ladevorgänge und behalten Sie den Überblick über Ihre aktiven Ladekarten. Ein besonderes Feature: der Quick-Start des Ladevorgangs per App an den Säulen von Vattenfall – ganz ohne Ladekarte. Registrieren Sie dafür Ihre Kreditkarte einfach und sicher in der App. Sie können dann sofort an allen öffentlichen Ladestationen von Vattenfall InCharge mit dem Aufladen beginnen.

Die Vattenfall InCharge Ladesäulen sind auch Teil des Ladenetzwerks von „Plugsurfing“. Die App ermöglicht das Laden an insgesamt mehr als 85.000 Ladepunkten in Europa. Einfach die App herunterladen und registrieren.

Beide Apps sind kostenlos und sowohl für Android als auch für iOS verfügbar. Bei „Plugsurfing“ müssen Sie jedoch für 9,95 Euro den dazugehörigen Ladeschlüssel kaufen, der Ihnen Zugang zu den Ladesäulen verschafft. Die Ladekarte von Vattenfall InCharge kostet Sie nichts.

2. Tracking / Fahrtenbuch: TripTracker

Mit der App „TripTracker“ können Fahrer von Elektroautos ihre Fahrten samt Kosten genau nachverfolgen und erfassen. Die Fahrtenbuch-App mit GPS-Tracking verbindet sich einfach über die OBDII-Schnittstelle, ein integriertes Fahrzeugdiagnosesystem, mit dem Auto. Via Bluetooth werden die benötigten Daten ausgelesen und in übersichtlichen Diagrammen innerhalb der Fahrtenbuch-App aufgearbeitet.

Neben Echtzeit-Fahrzeugdaten können auch Fehlercodes ausgewertet werden. Nutzer haben zudem die Möglichkeit, ihr Fahrtenbuch zu teilen oder gemeinschaftlich zu führen. Der PDF-Export ist ein zusätzlicher Pluspunkt der Fahrtenbuch-App. „TripTracker“ wurde auf Basis der deutschen Rechtsvorschriften entwickelt, damit das Fahrtenbuch auch von den Behörden anerkannt wird. Die App ist allerdings nur für Android verfügbar.

Die Pro-Version von „TripTracker“ kostet einmalig 9,99 Euro. In der kostenlosen Version können Zusatzfunktionen für 2,99 bis 6,90 Euro dazugebucht werden. Beispiel: die Sync-Funtion, die das Fahrtenbuch über mehrere Geräte verbindet.

3. Hersteller-Apps

Viele Autohersteller wie Volvo, Mercedes & Co. bieten zu ihren Fahrzeugen passende Apps an. Darüber lassen sich zahlreiche Funktionen des Fahrzeugs steuern. Die „Volkswagen EV Check App“ zum Beispiel kann das Fahrverhalten prüfen: zurückgelegte Fahrstrecke, Batterie- und Energieverbrauch, CO2-Emissionen sowie Gesamtkosten. Auch Porsche hat mittlerweile mit dem „Porsche Charging Service“ ein europaweit einheitliches System für das Finden und Nutzen von Ladesäulen eingeführt, das um Apps für unterschiedliche Modelle erweitert wird. Schließlich gibt es mit dem Taycan jetzt den ersten vollelektrischen Porsche.

Die Hersteller-Apps bieten für das jeweilige Automodell meist den optimalen Service, da sie genau auf das Fahrzeug zugeschnitten sind. So können Sie als Fahrer zum Beispiel die Strecke bis zur nächsten nötigen Ladung besonders präzise planen.

4. Einfach Parken: „WePark“

„Park. Klick. Fertig.“ So lautet der Slogan der „WePark“ App von Volkswagen. Zwar handelt es sich auch hier um eine Hersteller-App. Aber um die zu nutzen, müssen Sie keinen VW fahren. Mit „WePark“ haben Sie die Möglichkeit, in über 200 deutschen Städten einfach und bargeldlos zu parken. Die App macht Ihr Smartphone gewissermaßen zum Parkscheinautomaten. Sie starten und beenden die Parkzeit bequem mit dem Handy. Die Gebühr wird bargeldlos bezahlt.

Das Konzept bringt einige Vorteile mit sich. Sie müssen sich zum Beispiel beim Parken in kostenpflichtigen Parkzonen nicht mehr überlegen, wie lange Sie das Auto voraussichtlich dort stehen lassen. Passendes Kleingeld brauchen Sie nicht. „WePark“ zeigt auch, in welchen Bereichen Sie das Auto nicht abstellen dürfen und wie viel das Parken kostet. Die App ist gratis und ist für Android sowie iOS verfügbar.

Übrigens: Vattenfall Stromkunden parken noch günstiger, wenn Sie „WePark“ über das Kundenvorteilsprogramm „my Highlights“ nutzen.  

Weitere Anbieter:

  • „Parkopedia“: Öffnungszeiten von Parkhäusern, Preise, Zahlungsarten, Zufahrtsbeschränkungen und mehr – „Parkopedia“ weiß vieles und ist dank aktueller und vollständiger Daten sowie der hohen Abdeckung sehr hilfreich. Die App kostet bis zu zwei Euro.
  • „PayByPhone“: Mit der kostenlosen App finden Sie, wie bei „WePark“ und „Parkopedia“, die nächstgelegenen Parkmöglichkeiten. Besonders praktisch: Die App erinnert Sie vor Ablauf der Parkzeit automatisch daran, das Ticket zu verlängern. Auch das geht mobil und bargeldlos.

5. Pannenhilfe

Auch das zuverlässigste Elektroauto bleibt mal liegen. Dank digitaler Assistenz ist Pannenhilfe aber auch für Ihr Elektroauto nie weit: Mit der App des ACE (Auto Club Europa e.V.) können Sie schnell und unkompliziert den ACE-Notruf verständigen. Der Service geht auch über die Soforthilfe hinaus und ermöglicht Ihnen rechtliche Unterstützung, falls es sich um einen Unfall handelt. In der App bekommen Sie Kontakt zu ACE-Vertrauensanwälten in der Nähe – sollte die Lage unübersichtlich sein oder Sie sich rückversichern wollen. Vergleichbare Pannenhilfe-Apps bietet auch der ADAC an. Vom deutschen Pendant des ACE gibt es sogar eine weitere App, die speziell auf Pannenhilfe im Ausland ausgerichtet ist, der sogenannte „ADAC Auslandshelfer.“


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