Foto: Vattenfall
12.07.2026 | 2 Minuten

Was kostet das Laden an öffentlichen Ladestationen?


Wer sein Elektroauto unterwegs lädt, zahlt in der Regel mehr als an der heimischen Wallbox oder am Firmenstandort. Doch wie setzen sich die Kosten für das öffentliche Laden zusammen? Warum unterscheiden sich die Preise der Anbieter und welche Rolle spielen AC- und DC-Laden? In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Faktoren den Preis an öffentlichen Ladestationen beeinflussen, welche Zahlungsmöglichkeiten es gibt und worauf Sie beim Vergleich von Ladetarifen achten sollten.

Warum ist öffentliches Laden teurer als das Laden zu Hause?

An öffentlichen Ladestationen bezahlen Sie nicht nur den verbrauchten Strom. Im Preis enthalten sind auch zahlreiche Leistungen, die den Betrieb der Ladeinfrastruktur ermöglichen. Dazu gehören unter anderem:

  • Abwicklung des Ladevorgangs
  • Aufwand für die Abrechnung
  • Kosten für Wartung und Installation der Ladestation
  • Ausgaben für das Ladenetz

Diese Kosten sorgen dafür, dass das öffentliche Laden in der Regel teurer ist als das Laden an der heimischen Wallbox oder am Firmenstandort.

Warum unterscheiden sich die Kosten beim Schnellladen?

Der Aufbau von Schnellladeinfrastruktur ist kostenintensiver als bei herkömmlichen AC-Ladestationen. Das liegt sowohl an den Schnellladesäulen selbst als auch am Netzanschluss, der vor der Inbetriebnahme häufig ausgebaut werden muss, um die erforderliche hohe Leistung bereitzustellen. Diese höheren Investitionskosten spiegeln sich bei vielen Anbietern häufig auch im Ladetarif wider – bei Vattenfall InCharge jedoch nicht. An AC-Ladestationen zahlen Sie mit der Vattenfall Ladekarte, der InCharge-App oder beim Ad-hoc-Laden 0,47 € pro Kilowattstunde. Das DC-Schnellladen kostet je nach Ladeleistung 0,44 € oder 0,49 € pro Kilowattstunde. Der Roamingpreis kann abweichen und wird Ihnen in der InCharge-App vor Beginn des Ladevorgangs angezeigt.

 

Ladeart Preis pro kWh Ladedauer
AC (Wechselstrom) 0,47  2-10 Stunden
DC (Gleichstrom) 0,44 oder 0,49 15-60 Minuten

 

Wie kann man an öffentlichen Ladestationen bezahlen?

An öffentlichen Ladestationen stehen verschiedene Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

Per Ladekarte: Nachdem die Ladekarte an das Lesegerät der Ladestation gehalten wurde, werden die Ladekosten in Rechnung gestellt. Am Ende des Monats wird diese dann per Lastschriftverfahren oder Überweisung beglichen. Dazu kann eine Ladekarte des Betreibers verwendet werden oder die eines Roaming-Partners.

Per App: Bei dieser Bezahlmöglichkeit können Sie bequem über Ihr Smartphone bezahlen, indem Sie (in der Regel) einen QR-Code an der Ladetankstelle scannen oder die Ladestation in der App auswählen. Dies ist bei Vattenfall InCharge ohne Registrierung möglich.

Per EC- oder Kreditkarte: Seit April 2024 müssen an neuen öffentlichen Ladestationen in Deutschland Zahlungen mittels Debit- oder Kreditkarte akzeptiert werden. Damit soll das Bezahlen des Ladevorgangs für die Nutzer:innen einfacher werden. Ältere Ladesäulenmodelle sollen gemäß EU-Richtlinie bis 2027 mit Kartenterminals nachgerüstet werden.

Wie das Laden an öffentlichen Ladestationen genau funktioniert – von der Auswahl der passenden Ladesäule bis zum Beenden des Ladevorgangs – erklären wir Ihnen außerdem Schritt für Schritt in unseren Erklärvideos.

Preis kann abhängig von der Zahlungsart sein

Teilweise hängen die Kosten für das Stromtanken auch von der Zahlungsart ab. Beim Ad-hoc-Stromtanken, bei dem keine Registrierung notwendig ist, können im Vergleich zur App oder zu Ladekarte höhere Kosten entstehen. Mit Ladekarte oder App wird es oft günstiger, doch aufgepasst: Manche Anbieter erheben für die Ladekarte eine monatliche Grundgebühr. Auch die Abrechnungsweise kann sich unterscheiden: Pro Minute oder pro Kilowattstunde sind möglich.

Bei der Tarifwahl sollten Sie daher darauf achten, welches Angebot am besten zu Ihrem Fahrverhalten passt: Wie hoch ist die jährliche Laufleistung und wie oft wird voraussichtlich an öffentlichen Ladesäulen Strom getankt? Spielt Schnellladen eine wichtige Rolle oder laden Sie auch an öffentlichen Ladesäulen eher in normaler Geschwindigkeit?

Transparente Preise dank der AFIR-Verordnung

Die im April 2024 in Kraft getretene EU-Verordnung Alternative Fuel Infrastructure Regulation (AFIR) hat Preistransparenz an öffentlichen Ladesäulen verpflichtend gemacht. Das Regelwerk ist Teil der Initiative „Fit for 55“, nach der die Europäische Union bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen um 55 % senken soll. Laut AFIR haben Nutzer:innen das Recht auf genaue Preisinformationen vor Beginn des Ladevorgangs. Das beinhaltet: 

  • den Preis pro kWh
  • den Preis pro Minute
  • den Preis pro Ladevorgang (z. B. beim Roaming)
  • jede andere anwendbare Preiskomponente (z. B. Blockiergebühr für das Belegen der Ladesäule über einen gewissen Zeitraum hinaus) 


Außerdem müssen die Preise angemessen und nicht diskriminierend sein.

Mit der InCharge Ladekarte einfach öffentlich laden

Mit der Ladekarte InCharge Key können Sie schon jetzt an mehr als 100.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten in ganz Europa zu transparenten und fairen Preisen bezahlen. Die Bestellung ist kostenlos und es wird auch keine Grundgebühr erhoben – sie zahlen lediglich Ihren Verbrauch an den Ladestationen. Alle teilnehmenden Partner und ihre Preise finden Sie übersichtlich in der InCharge App.

 

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