E-Auto unterwegs laden: So funktioniert das Laden an öffentlichen Ladesäulen
Wer mit dem Elektroauto unterwegs ist, fährt zum Laden nicht mehr an die klassische Tankstelle, sondern steuert eine öffentliche Ladesäule an – und obwohl der Vorgang beim ersten Mal vielleicht ungewohnt wirkt, ist er schnell erklärt. Sie verbinden Ihr E-Auto mit der Ladestation, starten den Ladevorgang und bezahlen anschließend den geladenen Strom. Je nach Ladesäule funktioniert das mit einer Ladekarte, über eine Lade-App oder direkt per Kredit- oder Debitkarte, Smartphone oder QR-Code. Welche Möglichkeit sich wann anbietet, was Sie an einer öffentlichen Ladesäule benötigen und worauf Sie bei längeren Fahrten achten sollten, erfahren Sie hier.
Wie lade ich mein E-Auto an einer öffentlichen Ladesäule?
Im Grunde funktioniert das öffentliche Laden immer nach demselben Prinzip: Sie fahren einen passenden Ladepunkt an, verbinden Ihr Fahrzeug mit der Ladesäule und autorisieren den Ladevorgang. Dafür stehen – abhängig von der jeweiligen Station – unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Wer regelmäßig öffentlich lädt, kann beispielsweise eine Ladekarte oder Lade-App verwenden. Für spontanes Laden gibt es an vielen Stationen auch die Möglichkeit, direkt mit Kredit- oder Debitkarte, über Apple Pay oder Google Pay beziehungsweise per QR-Code zu bezahlen.
Wichtig ist vor allem, vor dem Start Ladeleistung, Verfügbarkeit und Preis zu prüfen. Denn nicht jede Ladestation bietet dieselbe Ladegeschwindigkeit – und auch die Preise können sich je nach Betreiber, Ladestation und gewähltem Anbieter unterscheiden.
Das Laden mit einer Ladekarte
Eine Ladekarte ist eine unkomplizierte Möglichkeit, einen Ladevorgang an einer öffentlichen Ladesäule zu starten. Haben Sie eine passende Karte dabei, sind dafür nur wenige Schritte notwendig:
1.E-Auto anschließen: Verbinden Sie Ihr Fahrzeug mit der Ladesäule. Bei einer AC-Ladestation benötigen Sie dafür häufig Ihr eigenes Ladekabel, während Schnellladestationen in der Regel bereits mit einem fest installierten Kabel ausgestattet sind.
2.Ladevorgang starten: Halten Sie Ihre Ladekarte an das dafür vorgesehene Lesegerät der Ladestation. Sobald die Station die Karte erkannt und den Ladevorgang freigegeben hat, beginnt das Laden.
3.Ladevorgang beenden: Möchten Sie weiterfahren, halten Sie die Ladekarte erneut an das Lesegerät. Nach dem Beenden der Ladesession können Sie das Kabel vom Fahrzeug trennen.
Mit der Vattenfall InCharge Ladekarte können Sie sowohl Ladestationen von Vattenfall InCharge als auch Ladepunkte von Roaming-Partnern nutzen. Prüfen Sie vor dem Start dennoch den jeweils gültigen Preis, denn bei Ladestationen von Roaming-Partnern können andere Tarife gelten.

E-Auto ohne Ladekarte laden: Geht das?
Ja, Sie können ein Elektroauto an vielen öffentlichen Ladestationen auch ohne Ladekarte und ohne langfristigen Vertrag laden. Dieses sogenannte Ad-hoc-Laden eignet sich beispielsweise, wenn Sie nur gelegentlich öffentlich laden, Ihre Ladekarte nicht dabeihaben oder spontan eine Ladestation eines anderen Betreibers nutzen möchten.
Je nach Ladestation bezahlen Sie direkt mit Kredit- oder Debitkarte, über Apple Pay oder Google Pay oder starten den Ladevorgang über einen QR-Code. Welche Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, erkennen Sie direkt an der jeweiligen Ladesäule.
An entsprechend ausgestatteten Vattenfall InCharge Ladestationen können Sie ebenfalls ohne Ladekarte laden. Vor dem Start wird Ihnen der für den jeweiligen Ladepunkt geltende Preis angezeigt.
So wissen Sie schon vor dem Anschließen beziehungsweise Freischalten, zu welchen Konditionen Sie laden.
Unterwegs mit der Vattenfall InCharge App laden
Gerade auf längeren Strecken beginnt ein unkomplizierter Ladestopp nicht erst an der Ladesäule, sondern schon bei der Planung. Mit der Vattenfall InCharge App können Sie passende Ladestationen entlang Ihrer Strecke oder in Ihrer Nähe suchen und vorab prüfen, ob ein Ladepunkt verfügbar ist und welcher Preis dort gilt.
In der App sehen Sie unter anderem:
- Wo sich die nächste Ladesäule befindet
- Ob die Ladesäule verfügbar ist
- Was Sie pro kWh zahlen
- Ihre hinterlegten Ladekarten
- Ihre bisherigen Ladevorgänge
An geeigneten Stationen können Sie den Ladevorgang außerdem direkt über die App starten. Dafür hinterlegen Sie Ihre Zahlungsmethode und wählen anschließend die gewünschte Ladestation aus.
Das ist besonders praktisch, wenn Sie Ihre physische Ladekarte einmal nicht dabeihaben oder unterwegs zunächst verschiedene Lademöglichkeiten vergleichen möchten.
AC oder DC: Welche Ladesäule brauche ich unterwegs?
Nicht jede öffentliche Ladesäule lädt gleich schnell. Grundsätzlich wird zwischen AC-Laden mit Wechselstrom und DC-Laden mit Gleichstrom unterschieden.
AC-Ladestationen eignen sich besonders dann, wenn Ihr Fahrzeug ohnehin eine Weile steht – beispielsweise während eines Einkaufs, eines Termins oder über Nacht. Bei längeren Fahrten ist dagegen eine DC-Schnellladestation meist die praktischere Wahl, weil der Strom dort direkt in die Fahrzeugbatterie fließt und deutlich höhere Ladeleistungen möglich sind.
Wie schnell Ihr E-Auto tatsächlich lädt, hängt allerdings nicht allein von der Ladesäule ab. Entscheidend sind unter anderem die maximale Ladeleistung Ihres Fahrzeugs, der aktuelle Ladestand und die Temperatur der Batterie.
Wie finde ich unterwegs eine freie Ladesäule?
Vor allem auf längeren Strecken lohnt es sich, Ladestopps nicht erst dann zu suchen, wenn der Akku beinahe leer ist. Eine Lade-App zeigt Ihnen Stationen entlang Ihrer Route und hilft dabei, Verfügbarkeit, Ladeleistung und Preis vorab zu prüfen.
Mit der Vattenfall InCharge App können Sie beispielsweise nach Ladestationen in Ihrer Nähe suchen und sich zum gewünschten Ladepunkt navigieren lassen. Da die App auch die aktuelle Verfügbarkeit anzeigt, lässt sich ein unnötiger Umweg zu einer bereits belegten Station häufig vermeiden.
Planen Sie bei längeren Reisen trotzdem eine Alternative ein. Gerade an stark frequentierten Reisetagen kann es sinnvoll sein, neben dem bevorzugten Ladestopp bereits einen zweiten Standort im Blick zu haben.
Finden Sie Ladestationen in Ihrer Nähe und entdecken Sie das Vattenfall InCharge Ladenetz in unserer Netzwerkkarte.
Auf einen Blick: Ladetipps für unterwegs
Damit Ihre Fahrt mit dem E-Auto reibungslos verläuft, lohnt sich ein kurzer Check vor dem Start:
- Ladesäulen frühzeitig finden: Nutzen Sie die Vattenfall InCharge App, um verfügbare Ladepunkte in Ihrer Nähe zu finden – inklusive Echtzeitstatus und Preis pro kWh.
- Kabel immer dabei haben: Öffentliche Ladesäulen verfügen meist über keinen fest installierten Kabelanschluss. Ein eigenes Ladekabel gehört daher zur Grundausstattung. Die meisten Vattenfall InCharge Ladesäulen sind hingegen mit einem fest installierten Kabel ausgestattet, sodass das Laden besonders komfortabel und unkompliziert möglich ist.
- Ladekarte griffbereit halten: Auch wenn viele Ladesäulen kontaktloses Bezahlen ermöglichen, ist eine Ladekarte oft günstiger und zuverlässiger.
- Akku effizient laden: Für die meisten Fahrten reicht es, den Akku nicht vollständig aufzuladen. Wer bis etwa 80% lädt, spart Zeit - denn die letzten Prozentpunkte benötigen überdurchschnittlich lange.
- Stromverbrauch im Blick behalten: Ab einer Geschwindigkeit von 120 km/h steigt der Energieverbrauch bei Elektroautos spürbar. Wer die Reisegeschwindigkeit moderat hält, kommt mit weniger Ladestopps ans Ziel.
- Ladepausen sinnvoll nutzen: Planen Sie Ihre Route so, dass Ladepausen mit Einkaufen, Essen oder Meetings kombiniert werden können.
Mit der richtigen Vorbereitung und einem Blick auf Effizienz wird das Laden unterwegs zur Nebensache – und Sie kommen entspannt ans Ziel.


