Foto: Auto Shanghai
02.09.2021 | 4 Minuten

Automessen im Wandel der Zeit


Auf traditionellen Automessen stehen Elektromobilität und vernetztes Fahren heute mehr im Fokus als Design oder PS. Erfahren Sie hier, warum Automobil- und Tech-Industrie verschmelzen.

Mehr ein raffinierter Computer auf Rädern als ein schlichtes Transportmittel: Nach einem jahrzehntelangem Status Quo, befindet sich das Automobil seit einigen Jahren in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Genauso ergeht es auch den Messen, die sich von einer reinen Autoshow hin zu einer software- und technologie-getriebenen Mobilitätsplattform entwickelt haben. Automobil- und Tech-Industrie verschmelzen immer mehr. Wir stellen drei spannende Beispiele vor.

Auto Shanghai

Der chinesische Automobilmarkt gilt als der größte der Welt. Durch diesen Stellenwert stieg in den vergangenen Jahren das internationale Interesse an der „Auto Shanghai“ und der „Auto China“ in Peking. Auf beiden Messen, die sich jährlich abwechseln, spielt das Thema Elektromobilität eine immer größer werdende Rolle.

Die „Auto Shanghai“ lockt jedes Jahr hunderttausende Besucher und über tausend Autohersteller an. Während die deutschen Hersteller lange ihren Diesel und Benziner-Fahrzeugen die Treue gehalten haben, sind innovative Firmen wie der US-Hersteller Tesla und chinesische Startups wie Nio, Xpeng oder Lynk&Co auf dem Elektromarkt vorgeprescht. Weil es bei der Mobilität zunehmend um Software und Konnektivität geht, präsentieren sich aber auch Technologie-Riesen wie Huawei oder Xiaomi auf der Messe.

Was: Auto Shanghai
Wo: Peking
Wann: April 2023

 

 

IAA München 2021

Neuer Standort, neues Konzept: Die IAA heißt jetzt „IAA Mobility“ ist von Frankfurt nach München umgezogen. Der offizielle Namenswechsel unterstreicht das neue Konzept, nach dem die Mobilität der Zukunft genauer unter die Lupe genommen wird. Der Fokus liegt also nicht mehr rein auf den Automobilen. Dies geschieht vor allem unter den Gesichtspunkten Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Neben den Connectivity und dem autonomen Fahren werden weitere Perspektiven der modernen Mobilität präsentiert. Dazu gehört auch Elektromobilität und die Etablierung von intelligente Ladeinfrastruktur im privaten Bereich und im Gewerbesektor. Darüber hinaus sollen Konzepte von Start-ups und Technologiefirmen vorgestellt werden. Der Weg führt von einer reinen Ausstellung hin zu einer umfassenden Plattform, auf der alle relevanten Akteure nachhaltiger, individueller Mobilität präsent sind und sich zu den neuesten Trends wie zum Beispiel der Batterieforschung gegenseitig austauschen können.

Was: IAA Mobility
Wo: München
Wann: 7.–12. September 2021

 

 

CES Las Vegas

Vom Videorekorder zum autonomen Fahren: Die Consumer Electronics Show gilt als eine der größten Verbrauchermessen für Unterhaltungselektronik. Ihre Premiere feierte die Fachmesse bereits im Jahr 1967 in New York. Seitdem wurden viele neuartige Technologien vorgestellt. Beispiele hierfür sind der Videorekorder (1970), der Heimcomputer Commodore 64 (1982) oder das Videospiel Tetris (1988). Seit 1998 findet die CES einmal jährlich in Las Vegas statt. Veranstalter der Messe ist die Consumer Technology Association (CTA), ein Wirtschaftsverband für elektronische Konsumgüter in den USA.

Was das mit Mobilität zu tun hat? Seit die Themen Elektromobilität, Connectivity und Zukunftstechnologien und in der Autowelt eine immer größere Rolle spielen, zeigen viele Aussteller ihre neuesten Entwicklungen. Neben den Fragen, wie zum Beispiel das Second-Life einer Lithium-Ionen-Batterie aussehen kann, gehen die Aussteller auch auf Fragen ein, wie mit Lastspitzen umgegangen wird, wenn mehrere E-Autofahrer gleichzeitig in einem Wohnkomplex oder einer Straße ihr Elektroauto laden. So geht modernes Messekonzept, so geht moderne Mobilität.

Was: Consumer Electronics Show (CES)
Wo: Las Vegas
Wann: 5.–8. Januar 2022

 

 

Fazit

Elektromobilität, autonomes Fahren oder künstliche Intelligenz: Weltweit transformieren sich Automobilmessen von reinen PS-Shows zu ganzheitlich gedachten Mobilitätsplattformen. Hier ist Elektromobilität, dank ihrer wachsenden Präsenz, längst kein Nischenthema mehr – genau wie auch das Thema Ladeinfrastruktur. Deshalb dürften auch Energiedienstleister wie Vattenfall in Zukunft noch stärker auf modernen Mobilitätsmessen präsent sein.

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