Foto: Tierschutzverein Berlin
18.10.2021 | 3 Minuten

Elektro-Firmenwagen: Tierschutzverein Berlin setzt auf E-Mobilität


Vattenfall InCharge stattet den Tierschutzverein Berlin mit Ladesäulen aus. Damit stellt eine 180 Jahre alte Berliner Institution die Weichen für die Zukunft.

Wer das Gelände vom Tierschutzverein Berlin aus der Luft sieht, erkennt auf einem Areal von 16 Hektar einen futuristisch anmutenden Bau. Im hiesigen Tierheim im Nordosten Berlins bekommen verlassene und ausgesetzte Tiere ein neues Zuhause. Doch in vielen Fällen kommt der Tierschutzverein Berlin auch zu den Tieren. Zum Beispiel wenn es darum geht, herrenlose Freigängerkatzen in ihren Lebensräumen mit Futter oder medizinisch zu versorgen.

Emissionsfrei durch Berlin

Ein anderer wichtiger Bereich ist die Tätigkeit der Tierschutzberater, die Meldungen über Tierquälerei in der Stadt auf den Grund gehen, herrenlose hilfsbedürftige Haustiere aus Notlagen befreien oder durch gezielte Informationen und Aufklärung versuchen, die Haltung von Tieren zu verbessern. Gehen Meldungen aus der Bevölkerung ein, setzen sich die vier Tierschutzberater in ihre Elektroautos und fahren emissionsfrei durch die Hauptstadt. Geladen werden die Renault Kangoos an vier Ladesäulen, die neuerdings auf dem Gelände des Tierheims Berlin stehen.

Vier Ladesäulen dank Vattenfall InCharge

Anlässlich des 180-jährigen Bestehens unterstützt Vattenfall InCharge den Tierschutzverein Berlin. So sind im Sommer 2021 vier KEBA KeContact P30 Ladesäulen auf dem Gelände vom Tierschutzverein Berlin installiert worden. Seit der Inbetriebnahme surren die Tierschutzberater in den Elektro-Dienstwagen des Tierheims umweltschonend kreuz und quer durch Berlin. Natürlich kommt da einiges an Kilometern zusammen – immerhin gibt es zwischen Havel und Spree viele Haustiere, die nach Abklingen der Pandemie nicht mehr artgerecht gehalten werden.

Mobilitätswende ohne Reichweitenangst

Ein Reichweiten-Problem hat sich dabei nicht aufgetan – Sorgen machen sich die Helfer in erster Linie um die Tiere. „Dass wir auf Elektromobilität und eigene Ladesäulen umgestellt haben, erweist sich als großer Vorteil“, bilanziert Annette Rost, Leitung Kommunikation, Marketing & Fundraising von Tierschutz Berlin. „Unsere Tierpfleger sind den ganzen Tag unterwegs und können ihre gesamte Energie für die Tiere aufwenden. Mit einem Zwischenhalt an einer Tankstelle müssen sie sich nicht belasten. Denn geladen werden die Einsatzfahrzeuge, wenn alles schläft – nachts. Am nächsten Morgen kann es dann spannungsgeladen weitergehen.“

Tierschutzverein Berlin

Ein kurzer Überblick über die Arbeit des Tierschutzvereins für Berlin und des Tierheims Berlin. Seit 1841 ist der Verein die Stimme für Tiere in Not – 365 Tage im Jahr. Das Tierheim Berlin versorgt auf einer Fläche von 16 Hektar gegenwärtig mehr als 1.300 Tiere. Neben einer Tierarztpraxis und einer Katzen-Notstation gibt es vier große Katzenhäuser, sechs große Hundehäuser, ein Kleintierhaus, ein Vogelhaus sowie ein großes Gehege für frei lebende Katzen. Hinzu kommt der Tierschutz-Bauernhof für sogenannte Nutztiere wie Schweine, Ziegen, Schafe, Gänse und Hühner sowie eine Exotenstation für Reptilien, Affen und andere exotische Tiere. Finanziert wird diese Arbeit fast ausschließlich aus Spenden, Nachlässen und Mitgliedsbeiträgen.

Klimaschutz = Tierschutz

Das Tierheim Berlin betrachtet das Thema Tierschutz ganzheitlich. Das bedeutet dann auch, Klimaneutralität konsequent weiterzuentwickeln. Ladesäulen mit Ökostrom sind deshalb nur ein Baustein. Neben Mobilität treibt das Tierheim Innovation auch in anderen Feldern voran. Neben einem angeschlossenen Blockheizkraftwerk sind auf dem riesigen Gelände auch Solarpaneele installiert, die von Januar bis Oktober 2021 fast 160 MWh Strom aus Sonnenenergie gespeichert haben.

Fazit

Das Tierheim Berlin gilt als Europas größtes und modernstes Tierheim – jetzt dürfte es, dank der Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung und Vattenfall InCharge, auch als eines der nachhaltigsten und innovativsten Tierheime gelten.

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