Welche Apps sind für E-Auto-Fahrer sinnvoll?

Eine App für alles gibt es nicht – und sie ist auch nicht unbedingt notwendig. Sinnvoll ist vielmehr eine Kombination aus Anwendungen, die unterschiedliche Situationen abdecken. Wer regelmäßig öffentlich lädt, benötigt beispielsweise zuverlässige Informationen zu Ladestationen und Preisen, während auf längeren Strecken die Routen- und Ladeplanung wichtiger wird.
Hinzu kommen Apps, die Ladetarife vergleichbar machen, Erfahrungen mit einzelnen Ladestandorten bündeln oder Informationen direkt aus dem eigenen Fahrzeug bereitstellen. Welche Anwendungen tatsächlich auf dem Smartphone landen, lässt sich deshalb am besten anhand ihres konkreten Nutzens entscheiden.

Lade-Apps: Ladestationen finden und unterwegs laden

Wo befindet sich die nächste geeignete Ladestation, ist dort ein Ladepunkt verfügbar und welche Kosten entstehen? Lade-Apps bündeln solche Informationen und gehören deshalb zu den wichtigsten digitalen Begleitern, wenn regelmäßig öffentlich geladen wird.
Je nach Anbieter können darüber hinaus Ladevorgänge gestartet, Ladekarten verwaltet oder vergangene Ladevorgänge eingesehen werden. Gerade an einem unbekannten Ort ist das praktisch, weil sich bereits vor der Anfahrt prüfen lässt, welche Möglichkeiten in der Umgebung vorhanden sind.

Eine solche Anwendung ist beispielsweise die Vattenfall InCharge App. Über sie lassen sich Ladestationen suchen sowie Informationen zu Verfügbarkeit und Ladekosten abrufen. An unterstützten Ladepunkten kann der Ladevorgang zudem direkt über die App gestartet werden.
Welche Lade-App am besten passt, hängt letztlich davon ab, welche Ladenetze und Tarife im Alltag genutzt werden und welche Funktionen persönlich wichtig sind.

Chargeprice: Ladekosten vergleichen

Beim öffentlichen Laden können sich die Kosten an ein und demselben Ladepunkt unterscheiden, je nachdem, welcher Ladetarif verwendet wird. Wer mit mehreren Tarifen oder in unterschiedlichen Ladenetzen unterwegs ist, kann deshalb von einem zusätzlichen Preisvergleich profitieren.

Chargeprice ermöglicht es, verschiedene Ladetarife miteinander zu vergleichen und sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Kosten an einer bestimmten Station entstehen können. Eigene Tarife lassen sich dabei berücksichtigen.
Vor allem auf längeren Reisen oder bei häufig wechselnden Ladenetzen kann das hilfreich sein. Maßgeblich bleibt jedoch immer der aktuelle Preis, der vor Beginn des Ladevorgangs vom jeweiligen Anbieter angezeigt wird.

Routenplanung: Ladestopps auf längeren Strecken finden

Auf bekannten Alltagsstrecken spielt die Ladeplanung meist eine untergeordnete Rolle. Sobald eine längere Reise ansteht, sieht das anders aus, denn dann müssen Reichweite, Route und geeignete Ladepunkte zusammenspielen. Spezielle E-Auto-Routenplaner können dabei helfen, Ladepausen so einzuplanen, dass sie möglichst gut zur Strecke und zum Fahrzeug passen.

ABRP: detailliert mit dem E-Auto planen

A Better Routeplanner, kurz ABRP, ist speziell auf die Routenplanung für Elektroautos ausgerichtet. Für die Berechnung können neben dem jeweiligen Fahrzeug unter anderem Faktoren wie Wetterbedingungen und Höhenunterschiede berücksichtigt werden. Passende Ladestopps werden anschließend in die Route integriert.

Wer das Fahrzeug mit der App verbindet, kann je nach Modell auch Live-Daten für die Planung nutzen. ABRP eignet sich damit besonders für längere Fahrten, bei denen Verbrauch, Akkustand und notwendige Ladepausen möglichst genau berücksichtigt werden sollen.

ChargingTime: die Ladepause sinnvoll nutzen

Nicht bei jedem Ladestopp zählt allein, wie schnell geladen werden kann. Gerade auf einer längeren Reise spielt auch eine Rolle, was sich während der Pause erledigen lässt.

ChargingTime richtet den Blick deshalb nicht nur auf den Ladepunkt selbst, sondern auch auf die Umgebung. So lassen sich Ladestopps beispielsweise danach auswählen, welche Möglichkeiten zum Essen, Einkaufen oder für eine Pause vorhanden sind.
Das kann die Reiseplanung angenehmer machen, weil Laden und Pause nicht als zwei getrennte Aufgaben betrachtet werden müssen. Während das Auto neue Energie bekommt, lässt sich die Zeit für eine ohnehin geplante Unterbrechung nutzen.

Chargemap: Ladestationen entlang der Route planen

Auch Chargemap verbindet die Routenplanung mit der Suche nach Ladestationen. Dabei können unter anderem das eigene Fahrzeug und verschiedene Kriterien für die Auswahl geeigneter Ladepunkte berücksichtigt werden.

Welche Anwendung am besten passt, hängt davon ab, wie detailliert die Reise geplant werden soll. Während ABRP viele fahrzeug- und streckenbezogene Faktoren berücksichtigt, richtet ChargingTime den Blick stärker auf die Gestaltung der Ladepause. Chargemap wiederum verbindet die Reiseplanung mit umfangreichen Informationen rund um Ladestationen.

PlugShare: Erfahrungen an Ladestationen einschätzen

Technische Daten verraten viel über eine Ladestation, aber nicht unbedingt, wie unkompliziert sie sich vor Ort nutzen lässt. Eine schwer zu findende Zufahrt, die Lage auf einem großen Parkplatz oder ein Café direkt nebenan können schließlich ebenso relevant sein wie Ladeleistung und Anschlusstyp.

PlugShare ergänzt Informationen zu Ladestationen um Erfahrungen aus der Community. Zu vielen Standorten finden sich Bewertungen, Fotos und Hinweise, die dabei helfen können, sich vor der Anfahrt ein besseres Bild zu machen.

Auf bekannten Alltagsstrecken spielt das vermutlich eine kleinere Rolle. Wer dagegen auf Reisen an einem bislang unbekannten Standort laden möchte, kann von solchen zusätzlichen Informationen profitieren.

Die Hersteller-App: das eigene E-Auto im Blick behalten

Nicht jede hilfreiche App dreht sich um öffentliche Ladestationen. Auch die Anwendung des eigenen Fahrzeugherstellers kann im Alltag schnell zu einem praktischen Begleiter werden.
Welche Funktionen zur Verfügung stehen, hängt vom Hersteller und Fahrzeugmodell ab. Häufig lassen sich jedoch Ladezustand und Reichweite überprüfen, laufende Ladevorgänge beobachten oder bestimmte Ladezeiten festlegen.

Bei vielen Elektroautos kann außerdem die Klimatisierung bereits vor der Abfahrt gestartet werden. Ist das Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt noch mit einer Wallbox oder Ladestation verbunden, kann die benötigte Energie – abhängig von Fahrzeug und Ladesituation – aus dem Stromnetz bezogen werden. Da sich der Funktionsumfang unterscheidet, lohnt sich ein Blick darauf, welche Möglichkeiten das eigene Fahrzeug bietet.

Welche E-Auto-Apps braucht man wirklich?

Die Zahl der verfügbaren Anwendungen ist groß, doch im Alltag müssen nicht ständig mehrere Apps geöffnet werden. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vor allem vom eigenen Fahrprofil ab.
Wer überwiegend zu Hause lädt und nur gelegentlich öffentlich unterwegs ist, kommt häufig mit einer Lade-App und der Anwendung des Fahrzeugherstellers aus. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, kann zusätzlich einen Routenplaner nutzen. Ein Preisvergleich wird vor allem dann interessant, wenn unterschiedliche Tarife und Ladenetze zum Einsatz kommen, während Community-Angebote zusätzliche Orientierung an unbekannten Ladestandorten bieten.

Mit zunehmender Erfahrung verändert sich meist auch die Nutzung: Was kurz nach dem Umstieg noch vor jeder Fahrt geprüft wird, wird irgendwann zur Routine – und die Apps kommen gezielt dann zum Einsatz, wenn sie tatsächlich gebraucht werden.

Unterwegs laden mit Vattenfall InCharge

Wer Ladestationen finden, Verfügbarkeit und Preise prüfen oder einen Ladevorgang per Smartphone starten möchte, findet diese Funktionen gebündelt in der Vattenfall InCharge App.


Mehr zur Vattenfall InCharge App