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14.10.2020 | 6 Minuten

Installation der Ladeinfrastruktur: Mit der richtigen Planung Installationskosten senken


Eine eigene Ladeinfrastruktur bedeutet für Unternehmen eine wichtige Investition in die Zukunft. Neben der E-Firmenflotte profitieren vor allem umweltbewusste Mitarbeiter und Kunden von den Vorzügen einer komfortablen Stromversorgung für ihre Elektro-Fahrzeuge.

Mit der Bedarfsanalyse einher geht die Planung der Installation. Hier ist eine individuelle Lösung gefragt. Ein kostentransparentes, durchdachtes und vor allem sicheres Installationskonzept garantiert Kunden eine smarte und zukunftsorientierte Lösung. Vattenfall InCharge informiert zu den wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche und kostenoptimierte Realisierung Ihrer Ladelösung:

1. Die Wahl des Standortes für die Ladeboxen

Für die Planung von Ladepunkten für E-Autos ist mehr als nur die Frage nach der passenden Hardware relevant. Vor allem spielt die Wahl des künftigen Standorts der Ladeinfrastruktur eine wesentliche Rolle – und hat damit großen Einfluss auf die anfallenden Installationskosten.

Die einfachste und damit kostengünstigste Realisierung ergibt sich bei einer Standard-Wandinstallation in der Tiefgarage, nahe eines intakten und für die Ladepunkte ausreichend ausgelegten elektrischen Anschlusskastens. Hier fallen je nach Aufwand für einen Wanddurchbruch sowie die Verlegung der elektrischen Leitungen Installationskosten in Höhe von rund 500 bis 1.000 Euro an.

Grundsätzlich gilt: Je weniger Baumaßnahmen nötig sind, desto günstiger die Installation und Inbetriebnahme.

Vor allem bauliche Maßnahmen schlagen demnach kostentechnisch massiv zu Buche. Im Durchschnitt fallen im Freien bei zehn Metern Entfernung des Ladesystems zur elektrischen Anlage rund 1.500 bis 2.000 Euro zusätzliche Kosten an. Der Grund ist leicht nachvollziehbar: Zur frostsicheren Verlegung der Stromversorgung sind Tiefbauarbeiten notwendig. Im besten Fall ist hier bei lockerem Boden mit Kosten zwischen 80 und 100 Euro pro laufendem Meter zu rechnen. Für einen sicheren Stand der Ladesäulen ist zusätzlich ein Betonfundament zu gießen.

Tipp: Besprechen Sie mit unseren Experten die verschiedenen Standort-Möglichkeiten und die Auswirkungen auf die Installationskosten! Das Team von Vattenfall InCharge ist für Sie da und stellt sicher, dass die Installation Ihrer Ladeinfrastruktur so schnell und einfach wie möglich erfolgt. Ein individuelles Angebot berücksichtigt alle relevanten Faktoren bei Ihnen vor Ort und hat damit wesentlichen Einfluss auf die Preisgestaltung.

2. Überprüfung der bestehenden elektrischen Anlage – macht ein zusätzliches Lastmanagement Sinn?

Zur genauen weiteren Ermittlung der anfallenden Arbeiten und Kosten ist darüber hinaus der Zustand und Aufbau der bestehenden elektrischen Anlage entscheidend. Unser Installateur berücksichtigt, wie viele Ladepunkte Sie benötigen und ob eine nachträgliche Erweiterung des Systems möglich sein soll. Um sicher zu gehen, ob die elektrische Anlage der Immobilie für die zu erwartende Ladeleistung ausgelegt ist, analysiert er den Lastgang über einen Zeitraum von 48 Stunden und entscheidet, ob die benötigte Ladeleistung bereitgestellt werden kann.

Wenn es knapp wird: Intelligentes Lastmanagement

Ist die Hausanschlussleistung knapp bemessen, sollten Sie die Frage nach einem intelligenten Lastmanagement stellen. Dieses steuert die Verteilung der im Hausnetz zur Verfügung stehenden Leistung. Hierdurch kann verhindert werden, dass der Hausanschluss verstärkt werden oder sogar das Netz in der Umgebung aufgerüstet werden muss. Zudem kann der Elektroinstallateur beim Setup der Anlage das System vorprogrammieren. Die Steuerung der einzelnen Ladepunkte ist so möglich und reduziert Stromkosten.

3. Die Wahl der Ladebox-Hardware

Mit der Wahl der passenden Hardware hat der Kunde unmittelbar weiteren Einfluss auf die Kosten. Aktuelle Ladebox-Modelle wie zum Beispiel die KEBA-Ladebox KeContact P30 (ab 999 Euro) oder Compleo Highline BM (ab 4.630 Euro) sind mit einer integrierten Fehlerstromerkennung ausgerüstet, so dass kein teurer FI-Schalter im Sicherungskasten nachgerüstet werden muss.

Tipp: Die Wahl einer hochwertigen Ladebox mit integrierter Fehlerstromerkennung spart bares Geld bei der Elektro-Installation.

4. Nutzung der vielfältigen Fördermöglichkeiten und Angebote für Ladeinfrastruktur

Abschließend hilft ein Blick auf die Fördermöglichkeiten. In unserer fortlaufend aktualisierten Datenbank finden Unternehmen, Kommunen, Privatpersonen sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen die jeweils auf Bundes- Länder- und sogar Städteebene in Frage kommenden Förderangebote für Ladeinfrastruktur. Immer einen Blick wert sind auch die attraktiven Angebote der Ladeanbieter. So ist z. B. die KEBA-Ladebox KeContact P30 bis Ende 2020 bei Vattenfall InCharge bis zu 33 % günstiger zu haben.


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