18.01.2021 | 5 Minuten

Elektromobilität einfach erklärt


Als innovative Antriebsform fördert Elektromobilität auch allerhand neue Begriffe zutage. Entdecken Sie mit Vattenfall InCharge die wichtigsten Namings von A wie Akku bis Z wie Zyklenfestigkeit.

Akkumulator

Der Akkumulator oder abgekürzt Akku ist eines der zentralen Elemente in einem E-Fahrzeug. Als wiederaufladbare Batterie stellt das Bauteil die benötigte Energie zum Betrieb und zur Fortbewegung des Elektroautos bereit. In aktuellen Baureihen werden derzeit Lithium-Ionen-Batterien mit hoher Leistungsfähigkeit und Lebensdauer eingesetzt.

BEV

BEV ist die Abkürzung für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge, also „Battery Electric Vehicles“. Diese Fahrzeuge sind ausschließlich mit einem Elektromotor ausgestattet. Ein solches Elektroauto bezieht seine Energie aus einer im Fahrzeug eingebauten Lithium-Ionen-Batterie, die ihrerseits über das Stromnetz aufgeladen wird.

Eichrechtskonformes Laden

Korrekte Abrechnung, transparente Beträge auf kWh-Basis, Datenschutz des Kunden und Sicherheit der Messdaten: Eichrechtskonformität sorgt in Ladenetzwerken für Nachvollziehbarkeit, Sicherheit und Vergleichbarkeit. Seit dem 1. April 2019 ist in Deutschland die Richtlinie 2014/94/EU des Europäischen Parlamentes über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (Alternative Fuels Infrastructure Directive, AFID) umgesetzt.

FI-Schutzschalter

Der Fehlerstrom-Schutzschalter ist eine Schutzvorrichtung, die bei Fehlerströmen von selbst den Stromkreis abschaltet und vor lebensbedrohlichen Stromschlägen schützt. Die umgangssprachliche Bezeichnung für Fehlerstrom-Schutzschalter ist die Abkürzung FI-Schalter: Das „F“ steht für Fehler und das „I“ für das Formelzeichen der Stromstärke.

Gleichstrom

Elektrischer Stromfluss, dessen Ladungsträger (Elektronen, Ionen, Protonen) über einen längeren Zeitraum eine konstante Bewegungsrichtung ausführen, nennt man Gleichstrom. Die englische Bezeichnung lautet „direct current“ und trägt die Abkürzung DC. Ändert sich die Bewegungsrichtung der Ladungsträger, handelt es sich um Wechselstrom. In der Elektromobilität wird DC-Laden bei Schnellladesäulen angewendet, die mehr als 22 kW leisten. DC-Laden steht im Gegensatz zu AC-Laden, das eher im Privatbereich zum Einsatz kommt.

InCharge Key Ladekarte

Die InCharge Key Ladekarte von Vattenfall ist eine RFID-Karte, mit der man Ladestationen freischalten und den Ladevorgang am Elektroauto starten kann. Dies funktioniert gegenwärtig an 25.000 Ladesäulen in Deutschland, europaweit bei ca. 85.000 Ladesäulen.

Induktives Laden

Das Aufladen von Batterien u. a. für Elektrofahrzeuge erfolgt derzeit meist noch per Kabel. Dennoch erproben heute bereits viele Hersteller das Induktive Laden von Akkus, d. h. das kontaktlose Aufladen von Batterien. Eine wesentliche Voraussetzung für diese Lademethode ist die exakte Positionierung der Ladespulen, was Anbieter mit entsprechender Navigationshilfe lösen können. Der Vorteil der kontaktlosen Ladetechnologie liegt im zuverlässigen Betrieb auch bei winterlichen Wetterbedingungen sowie dem geringeren Verschleiß der Stationen. Aktuell ringen noch verschiedene Standards um die Marktführerschaft.

Ladebox

Neben den öffentlichen Ladeboxen können Besitzer von Elektro-Dienstwagen die von einem Flottenmanager bzw. vom Unternehmen installierte Ladestationen nutzen. Home Charging bietet Angestellten die Möglichkeit, die Ladeinfrastruktur auch bequem und flexibel auf das private Umfeld auszudehnen. Flottenmanager oder Investoren von Wohnimmobilien sollten bei Interesse einen Pre-Check durchführen lassen und ein Installationsangebot vom Elektrofachpartner einholen. Ein Pre-Check ist auch direkt bei Vattenfall buchbar.

Lastmanagement

Lastmanagement ist die Fähigkeit von intelligenten Ladestationen, nur dann Strom zu beziehen, wenn die Kapazität im Stromnetz auch dafür ausreicht. Man unterscheidet zwischen dynamischem und statischem Lastmanagement: Beim statischen Lastmanagement wird die Ladeleistung zwischen verschiedenen Ladepunkten aufgeteilt, an denen gerade Energie bezogen wird. Der Gesamtstrombezug darf eine bestimmte Obergrenze nicht überschreiten. Beim dynamischen Lastmanagement ist die verfügbare Energie für die Ladepunkte variabel – je nach Gebäudeverbrauch und Tageszeit. Bei höchstmöglicher Effizienz können Betreiber innerhalb der Verbrauchsgrenzen bleiben und hohe Kosten für das Überschreiten der Netzkapazität vermeiden. Ein zwischengeschaltetes Smart Meter ermöglicht zudem, den Energieverbrauch zu Spitzen- und Nebenzeiten zu optimieren, was Kosten spart.

Lithium-Ionen-Batterie

Eine Lithium-Ionen-Batterie ist ein Akkumulator und dient als zentrales Bauteil der Energieversorgung eines Elektrofahrzeugs. Im Gegensatz zu handelsüblichen wiederaufladbaren Batterien besteht der Akku eines E-Autos aus zahlreichen miteinander verbundenen Batteriezellen, in denen Lithium-Atome mit ihren chemischen Eigenschaften für die Ladung der Batterie sorgen.

Location Partner

Vattenfall InCharge arbeitet mit Partnern zusammen, die ihre Park- und Nutzflächen für Ladeinfrastruktur an attraktiven Standorten bereitstellen. Dabei übernimmt Vattenfall fast die gesamten Investitionskosten. Die Vorteile für solche Location Partner liegen auf der Hand: Neben der finanziellen Entlastung durch Vattenfall bieten sie ihren Bestands- und Neukunden ein bequemes Aufladen ihrer Elektrofahrzeuge. Darüber hinaus profitieren die Unternehmen von der erhöhten Sichtbarkeit ihres Standortes durch die Veröffentlichung in E-Mobility Apps von Vattenfall InCharge und steuern zudem ihren Teil zur flächendeckenden Netzausbreitung von Ladestationen bei.

MID-Zähler

MID steht als Abkürzung für Measuring Instruments Directive, eine europäische Messgeräterichtlinie für spezifische Anforderungen für bestimmte Gerätegruppen. Energiezähler mit dem MID-Konformitätskennzeichen werden für die Abrechnung von Energiekosten eingesetzt. Die MID wurde im März 2004 vom Europäischen Parlament herausgegeben.

Mode-3-Laden

Das Mode-3-Laden ist die typische Ladeart an den meisten Ladesäulen oder Wallboxen, die mit einem Typ-1- oder Typ-2-Anschluss ausgestattet sind. Zur Mode-3-Ladung gehören somit alle AC-Ladevorgänge, bei denen das Fahrzeug an einen Typ-1- oder Typ-2-Anschluss angeschlossen ist.

My InCharge Portal

Ladedaten abrufen, Ladevorgänge verfolgen oder Nutzungsrechte verwalten: Das My InCharge Portal ist das zentrale Informationssystem rund um die Elektromobilität. Besonders Fuhrparkmanager profitieren vom My InCharge Portal, da es übersichtlich zu Ladeaktivitäten aller Ladeboxen und Karten informiert, die das Unternehmen seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellt. Neben der InCharge Key Ladekarte und der Vattenfall InCharge App bildet das My InCharge Portal die Basis für europaweit unbeschwertes Laden.

Netzdienliches Laden

Netzdienliches Laden stellt die Versorgung und Netzsicherheit sicher, indem Energieversorger oder Netzbetreiber in den Ladevorgang eingreifen und Ladeleistung kurzzeitig reduzieren oder stoppen können. Damit werden Lastspitzen durch gleichzeitig ladende Fahrzeuge reduziert. Ziel ist der Ausgleich von Schwankungen im Energienetz durch die zusätzliche Nutzung und Bereitstellung von erneuerbaren Energien.

Ökostrom

Der auch als Grünstrom und Naturstrom bekannte Ökostrom wird aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind-, Solar-, Wasserkraft oder Biomasse erzeugt. Auch im Kontext der Elektromobilität setzt Vattenfall auf Ökostrom. Für alle öffentlichen Vattenfall Stationen ist die Versorgung durch Ökostrom Standard. Neben B2B-Ladesäulen betreibt Vattenfall für Privatkunden auch die Wallbox KEBA KeContact P30 x-series mit nachhaltigem Ökostrom.

Reichweitenangst

Aufgrund zu geringer Reichweite der Batterie irgendwo ohne Ladeinfrastruktur liegen bleiben – ein Alptraum für viele Autofahrer. Reichweitenangst ist ein gern genommenes Argument für Gegner der Elektromobilität. Dabei kann dies auch bei Verbrennern passieren. Der Unterschied liegt an der Infrastruktur von Tankstellen/Ladesäulen. Das richtige Mittel gegen Reichweitenangst ist eine bessere Ladeinfrastruktur. Dafür setzt sich Vattenfall InCharge ein. Bis dato bietet der Energiekonzern allein in Deutschland 25.000 Ladepunkte an.

RFID-Karte

Freigabe, Abrechnung, Ladestatistiken: Für die Betreiber bietet die RFID-Freigabe eine unkomplizierte und vergleichsweise günstige Möglichkeit der Authentifizierung für der Nutzer. Bei entsprechend ausgestatteten Ladestationen wird Energiebezug über einen Anbieter mit einer RFID-Karte abgerechnet. Für Nutzer solcher Ladestationen gestattet die RFID-Funktion eine einfache Freischaltung des Ladevorgangs und optional eine schnelle und unkomplizierte Abrechnung des bezogenen Stroms. Doch die RFID-Karte ist so etwas wie der Verbrenner unter den Ladekarten: Im öffentlichen Raum gewinnt das Laden mit dem Smartphone per QR-Code oder über eine Lade-App an Bedeutung. Die Zukunft der Steuerung gehört also dem Smartphone.

Roamingnetzwerk

Roaming bedeutet übersetzt „freier Zugang“. Ein Roamingnetzwerk ermöglicht dem Fahrer eines Elektroautos den Zugriff auf die Ladeinfrastruktur unterschiedlicher Betreiber. Das Roaming-Netzwerk von Vattenfall ermöglicht europaweites Laden an über 85.000 Ladepunkten mit AC-Ladestationen (Wechselstrom) und DC-Schnellladestationen (Gleichstrom). So sind Vattenfall-Kunden in ganz Europa grenzenlos elektrisch mobil.

Smart Meter

Intelligente Stromzähler, sogenannte Smart Meter, bieten Flottenmanagern ein individuelles Energiemanagement für ihren Fuhrpark. Smart Meter messen und dokumentieren die genutzte Energie – visuell ansprechend – in Echtzeit. So sehen Fuhrparkmanager aktuelle und historische Verbrauchszeiträume auf einen Blick und erkennen Einsparpotenziale. Ein Smart Meter unterstützt dabei, den Strombedarf der Flotte zu analysieren und zu optimieren.

Stromkostenrückerstattung

Mit Business Charging Plus gibt Vattenfall InCharge seinen Ladesäulenbetreibern die Möglichkeit, pro geladener Kilowattstunde Geld zu verdienen. Indem ein Ladesäulenbesitzer seine Business Charging Ladeinfrastruktur für öffentliche Nutzer freigibt, erhält dieser für jede geladene Kilowattstunde eine Gutschrift. Dabei bestimmt der Eigentümer, wer kostenlos laden darf und wer nicht.

Vattenfall InCharge App

Die Vattenfall InCharge App ist eine Software, mit der Nutzer via Mobiltelefon einen Überblick über die Verteilung der rund 85.000 Ladepunkte im Netzwerk erhalten. Neben der aktuellen Verfügbarkeit ist der Kostenvergleich der einzelnen Ladepunkte oder auch die Navigation zum jeweiligen Standort möglich. Mit zahlreichen weiteren Funktionen wie der Benachrichtigung freier oder neu installierter Ladestationen ist die für iOS und Android erhältliche App für Besitzer von E-Fahrzeugen eine sehr nützliche und komfortable Hilfe.

Wallbox

Eine Wallbox ist eine Wandladestation für Elektrofahrzeuge, die für Mensch und Fahrzeug sicheres Laden gewährleistet. Überwiegend im privaten Umfeld genutzt, ist die Wallbox vor allem bei Wohnimmobilien mit Tiefgaragenstellplätzen gefragt. Sie muss von einem Fachmann installiert werden und über einen besonderen FI-Schutzschalter verfügen. Wallboxen können mit einer höheren Ladeleistung als herkömmliche Haushaltssteckdosen operieren (bis zu 22 kW). Im Bereich Home Charging bietet Vattenfall Ladelösungen für jeden Haushalt.

Wechselstrom

Unter Wechelstrom ist elektrischer Stromfluss zu verstehen, der regelmäßig seine Richtung ändert. Die Polarität wechselt gleichmäßig zwischen positiv und negativ und liegt im zeitlichen Mittel bei null. Wechselstrom kommt aus haushaltsüblichen Steckdosen. Beim Laden zuhause können in der Regel bis zu 22 kW für das Aufladen genutzt werden.

Zyklenfestigkeit

Die Zyklenfestigkeit beschreibt die Lebensdauer einer Batterie. Als Zyklus ist dabei die Entladung mit darauffolgender Ladung einer Batterie definiert. Je länger die Lebensdauer einer Batterie ist, desto höher muss ihre die Zyklenfestigkeit sein. Eine gute Batterie verkraftet eine hohe Anzahl an Lade- und Entladezyklen, ohne dass sich ihre Eigenschaften merklich verschlechtern. Moderne Lithium-Ionen-Batterien verkraften circa 3.000 Ladezyklen und legen bis zu 400.000 Kilometer Distanz zurück (bei einer Reichweite von 300 km).


Fahren
Laden
Ratgeber
Business
Technik

Auch interessant

Blick auf eine Großstadt bei Dämmerung. Einzelne Punkte sind mit hellen Strahlen verbunden. Der Himmel im Hintergrund ist orange.

Was ist „Smart Charging“ und wie können Elektroautofahrer davon profitieren?

;